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Vorraussetzungen zur Fährtenarbeit |
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Der Fährtenhund sollte u. a. eine für die
Riechleistung optimale Nasenform haben, eine hohe bis mittlere
Reizschwelle besitzen, regelmäßig trainiert werden, weil die
Riechleistung in erster Linie vom Trainingsumfang und von der
Trainingsqualität abhängt.
Das Riechorgan des Hundes setzt sich zusammen
aus der Nase und den Nasennebenhöhlen, den Riechnerven, die die Signale
an das Riechhirn weiterleiten. Die Riechfläche umfasst mehr als 50 %
des Naseninneren. Das Riechhirn umfasst 1/8 des Hundehirns. Die
Riechfähigkeit ist so stark ausgeprägt, dass der Hund z.B. Buttersäure
(Schweiß) etwa eine Million mal besser riecht als der Mensch. Das
individuelle Riechvermögen des Hundes hängt jedoch von der Körpergröße,
der Nasenform, der Nasenauskleidung und dem Pigmentreichtum im Bereich
der Riechnerven ab. z.B. haben kleinere Hunde weniger Riechzellen als
große (Dackel ca. 125 Millionen – Deutscher Schäferhund ca. 220
Millionen).
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Aufbaumöglichkeiten
1. Meuteverhalten
Fährtenaufbau mittels der bekannten Führersuche. Den größten Nachteil liefert uns diese Methode, indem sich der Hund gerne ein relativ freien Stöbern im raschem Galopp angewöhnt und dann später oft mühsam auf die Leine und das ruhige Suchen umgewöhnt werden muß. Diese Art der Aufbauarbeit wird bei Flächensuchhunden bevorzugt, sie ist aber als Aufbau für eine später korrekte Sucharbeit nach der Bodenverletzung an der 10m-Leine nicht zu empfehlen.
2. Beuteverhalten
Dabei wird der angebundene oder gehaltene Hund mit einem Beuteobjekt gereizt, bis er in Stimmung ist zuzufassen und zu schütteln. Dann tritt der Hundebesitzer mit dem Beutestück in der einen Abgang und eine kurze gerade Fährte, an dessen Ende er das Beutestück (Ball o.ä.) ablegt. Dann geht er schnell auf seinen eigenen Fußstapfen zum Hund zurück, bindet ihn los und setzt ihn beim Abgang an. Indem er zur Beute strebt, wird er immer dann gelobt, wenn er dazu seine Nase benutzt. Als Belohnung erfolgt Triebzielerfüllung und Lob beim Beutestück. Nicht jeder Hund verfügt aber über genügend Beutetrieb, sodaß sich beim Vorbereiten viele Fehler einschleichen können; außerdem neigt der Hund bei diesem Aufbau zu überaus raschem Stöbern und will schnell zum Endziel kommen.
3. Jagd- und Nahrungsverhalten
Dieses ist die erfolgversprechendste und natürlichste Art den Hund zum genauen und sicheren Fährten zu bringen. Es ist für den Beutegreifer Wolf/Hund die natürlichste Art, für sein Futter besondere Leistungen zu vollbringen. Es ist allerdings auch darauf zu achten, dass der auszubildende Hund nicht überfüttert ist und ein entsprechendes Appetenzverhalten hat.
Zu bevorzugen wäre die Methode c. mit etwas b. (d.h. Futter auf der Fährte und auch am Ende in einer verschlossenen Box; aber auch ein Spielzeug zur Box, damit anschließend gespielt werden kann.
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Wie verfolgt der Hund eine Spur?
Aufgrund der Suchart können wir die einer Geruchsspur folgenden Hunde allgemein in drei Gruppen unterteilen:
1. Die Hochwindsucher
Sie suchen nach der Geruchsquelle und folgen der „Luftfährte“ mit erhobenem Kopf (hohe Nase)
2. Die Spürhunde
Diese Hunde richten sich primär nach den Hautduftstoffen eines Lebewesens, die entlang der Spur auf oder bis etwa 60 cm über dem Boden liegen (halbhohe Nase).
3. Die Fährtenhunde
Diese Hunde orientieren sich vorwiegend anhand der Bodenverletzungen, z.B. durch Fußabdrücke und folgen mit tief gesenktem Kopf dem jeweiligen Eigengeruch der Fährte (tiefe Nase). Das Verfolgen einer Menschenfährte auf das Hörzeichen (Hz) „Such“ muß der Hund erst durch Ausbildung lernen, indem dieses „künstliche“ Geruchsbild für ihn zur Signalwirkung gemacht wird.
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Ausrüstung zur Fährtenarbeit |
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Zunächst eine etwa 3-4m lange Leine
Leckerbissen (ca. Eurogröße) (Jagdverhalten)
Spielzeug (Ball o.ä.) (Beuteverhalten)
Später, wenn die Ausbildung weiter fortgeschritten ist: 10 m – Prüfungsleine „Böttger Suchgeschirr“
QuellenhinweisManfred Müller „Der leistungsstarke Fährtenhund“ Verlagshaus Reutlingen Öertel + Spörer
Information
Nicht alle Grundstückseigentümer (z.B. Bauern) und Jagdpächter sind von dieser Arbeit mit dem Hund begeistert. Stellen Sie sich vor, Ihr Garten/Grundstück wird ungefragt von fremden Personen zur Ausübung ihres Hobbys genutzt. Beachten Sie auch die Ruhezeiten und Einstände (Waldrand etc.) des Wildes. Ein vorheriges Abklären der Benutzung von Grundstücken mit den infragekommenden Personen ist unbedingt von Nutzen
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Wetter- und Bodenverhältnisse |
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Günstig:
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Witterungsbedingungen |
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Acker
Saat
Wiese
Wald
sonstige unbegangene Böden
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Windstille
Feuchte oder kühle Witterung
Sprühregen
leichter Schnee
Treibhausklima
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Ungünstig:
| Bodenverhältnisse |
Witterungsbedingungen |
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Asphalt
Steinboden
Sand, Geröllflächen
starker Heugeruch
sonstige befestigte und begangene Straßen
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Sturm
große Hitze
Trockenheit
starker Regen
Frost
starker Schneefall auf vorhandene Fährte
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